

Abend
voller Überraschungen
Das
„Sureste Tango Trio“ begeisterte beim ersten Musik-Bistro in Zuflkerhuus
Die
Idee, musikalischen und
kulinarischen Genuss zu vereinen, hatte die Kulturgruppe
Zufikon schon lange. Es brauchte aber
erst das Zuflkerhuus, um das Musik-Bistro umzusetzen.
Die
erste Auflage verlangt geradezu nach einer Fortsetzung.
Erika Obrist
Tango.
Allein dieser Begriff löst In vielen
Leuten die unterschiedlichsten Bilder und Gefühle aus. Positive Bilder und
Gefühle zumeist.
Vorstellungen über das Leben In Südamerika, womöglich verbunden mit
Ferienstimmung. Ähnlich verhält es sich mit dem Bistro. Unwillkürlich denkt man
an Frankreich. An gemütliches Verweilen bei Kaffee und
einem angenehme Gespräch. bei dem man die vorbeiflanierenden Leute aus den
Augenwinkeln betrachten kann. Tango und Bistro vereint zum Musik-Bistro im
Zufikerhuus. das war am Freitag ein Genuss für Auge, Ohr und Magen.
Ein Abend voller Überraschungen. den
die Kulturgruppe Zufikon und Elisbeth Bernhard als Haupt-verantwortliche den
gegen 80 Interessierten bot.
Virtuos, träumerisch, fast schon
revolutionär
Das Sureste Tango Trio" war die erste Überraschung des Abends.
Witek Kornacki (Saxophon und
Klarinette), Angel Garcia Arnés
(Gitarre)
erwiesen sich als Meister ihres Fachs. Was
sie ihren Instrumenten entlockten, begeisterte das Publikum von Set zu Set mehr.
Sogar «Bravo»-Rufe gab’s bei Ihrem letzten Vortragsblock. Überraschend auch Ihre
Interpretation des Tango. Die
Spannbreite ging von träumerisch-schmerzvoll, wie man das gemeinhin kennt und
sich vorstellt. viva "Tango Nuevo», wie er In den
grossen
Konzertsälen auf der ganzen Welt gespielt wird, über Tangoklänge, dis eher an
traditionelle Klezmermusik aus Osteuropa erinnern, bis hin zu fast schon
revolutionären Brüchen. „Der Tango
Ist immer für eine Überraschung gute“ erklärte Witek Kornacki.
Nicht nur der Tango, auch die drei Musiker.
Wie beispielsweise Angel
Garcia Arnés seine Finger über die Gitarrensaiten sausen liess bei einer seiner
Eigenkompositionen war schlichtweg grandios, faszinierend. Witek Kornacki
entlockte der Klarinette und dem Saxophon Klinge, die man nicht für möglich
gehalten hatte. Im Hintergrund hielt sich, mit einer Ausnahme beim
«Tango für Kontrabass », Bassist.
Stimmiges Ambiente
Nicht unerheblich war der Beitrag
der Mitglieder der Kulturgruppe zu diesem gelungenen Abend. Zum einen hatten sie
das Bistro so hergerichtet, dass es
fürs Auge eine Freude war. Zum
anderen servierten sie zwischen den einzelnen
Auftritten des „Sureste Tango Trios“ immer wieder Häppchen
die mit grossem Aufwand und mit sichtlich viel Liebe
zubereitet worden waren. Damit
haben sie ein stimmiges Ambiente geschaffen, In dem die Musik noch besser zur
Geltung kam. Überraschung gelungen, muss man sagen.
Und: Auf die nächste Auflage des Musik-Bistros
darf man gespannt sein, hat die Kulturgruppe doch die Messlatte sehr hoch
angesetzt